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Metapher
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Eine Metapher (altgriechisch ΟξĎÎąĎÎżĎÎŹ metaphorĂĄ âĂbertragungâ) ist ein â(besonders als Stilmittel gebrauchter) sprachlicher Ausdruck, bei dem ein Wort (eine Wortgruppe) aus seinem eigentlichen Bedeutungszusammenhang in einen anderen Ăźbertragen wird, ohne dass ein direkter Vergleich die Beziehung zwischen Bezeichnendem und Bezeichnetem verdeutlichtâ.cite-ref-duden0-1-0[1]
Deutsche Synonyme sind Bild oder auch Ăbertragung;cite-ref-duden0-1-1[1] dementsprechend heiĂt ein gehäufter Einsatz Bild(er)sprachecite-ref-duden1-2-0[2] und eine häufig verwendete adverbiale Bestimmung lautet âim Ăźbertragenen Sinn(e)â. Im religionswissenschaftlichen Kontext findet auch der Begriff âBilderredeâ Anwendung.cite-ref-3[3]
Contents
⢠Funktion
⢠Einordnung
⢠Tiermetaphern
⢠Sportmetaphern
⢠Metaphernanalyse
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Funktion
Der eigentliche Ausdruck wird durch etwas ersetzt, das deutlicher, anschaulicher oder sprachlich reicher sein soll, z. B. Baumkrone fĂźr âSpitze des Baumesâ oder WĂźstenschiff fĂźr âKamelâ. Teilweise fĂźllen Metaphern auch semantische LĂźcken, die nur durch aufwendigere Umschreibungen zu schlieĂen wären (Flaschenhals).cite-ref-4[4]
Die Metapher nutzt das Prinzip der Similarität und formuliert eine ausgewählte und damit konstruierte Relation zwischen ähnlichen, inhaltlich aber nicht benachbarten Phänomenen, wobei sie zwischen diesen eine Bedeutungsßbertragung vornimmt.
Ebenso kann sie als verkĂźrzter (bildhafter) Vergleich eingesetzt werden. â Beispiel:
⢠Herkules ist ein LĂśwe fĂźr âHerkules ist so stark wie ein LĂśweâ.
Durch den syntaktischen Wegfall der Vergleichspartikel (im Beispiel das Wort wie) wird die metaphorische Formulierung prägnanter oder intensiver und spricht tendenziell stärker die Imagination an, während der Vergleich eher rational fassbar ist.cite-ref-5[5]
Verwendet werden Metaphern sowohl in feststehenden, allgemein gebräuchlichen Bezeichnungen (z. B. Bergfuà fßr den unteren Teil eines Bergs), in Redensarten (z. B. aus allen Wolken fallen), als Adjektive (z. B. graue Theorie) und als Verben (z. B. die Bäume schlagen aus).cite-ref-6[6]
Je nach Gebräuchlichkeit bzw. Habitualisierung lassen sich Metaphern unterscheiden in neuartige metaphorische Ausdrßcke, die teilweise als kßhn empfunden werden, klischeehafte Metaphern (z. B. das Feuer der Liebe), deren metaphorischer Status trotz der häufigen Verwendung noch spßrbar ist, sowie verblasste Metaphern, deren metaphorischer Ursprung nicht mehr präsent ist (beispielsweise wird Leitfaden kaum noch mit Ariadne assoziiert).
Neben dem engeren Metaphernbegriff kennt die Literaturwissenschaft auch einen weiteren Begriff der Metapher, der auf bildliches Sprechen Ăźberhaupt abzielt, also auch Vergleich, Gleichnis, Parabel oder Allegorie im umfassenderen Sinne mit einschlieĂt und quantitative Kriterien unberĂźcksichtigt lässt.cite-ref-7[7]
Hingegen beruht die Metonymie auf dem Prinzip der Kontiguität, sie setzt eine ârealeâ Relation zwischen inhaltlich benachbarten Phänomenen in Sprache, zwischen denen man ebenfalls eine BedeutungsĂźbertragung vorgenommen hat. â Beispiel:
⢠ein Glas trinken
Einordnung
Die Metapher gehĂśrt zu den rhetorischen Stilmitteln, genauer zu den Tropen, den Arten uneigentlicher Bezeichnung.
Das Wort selbst entstammt dem altgriechischen ΟξĎÎąĎÎżĎÎŹ, metaphorĂĄ, wĂśrtlich âĂbertragungâ, von ΟξĎÎą-ĎÎżĎÎĎ, meta-phorĂŠĹ, âĂźbertragen, Ăźbersetzen, transportierenâ, bzw. von gleichbedeutendem ΟξĎÎą-ĎÎĎĎ, meta-phĂŠrĹ.
Hauptmerkmal der Metapher ist die Beziehung der Ăhnlichkeit (Analogie) zwischen dem wĂśrtlich Gesagten und dem Ăźbertragen Gemeinten, im Unterschied zu anderen Tropen, die zum Beispiel einen Bezug der Nachbarschaft oder Kontiguität (Metonymie) oder eine Beziehung zwischen Besonderem und Allgemeinem (Synekdoche) oder die der Kontrarietät (Ironie) aufgreifen.
Metaphern werden vorwiegend aus den folgenden GrĂźnden gebraucht:
⢠weil fĂźr die gemeinte Sache kein eigenes Wort existiert. â Beispiel:
⢠Stuhlbein (siehe auch Katachrese)
⢠weil ein existierendes Wort oder die bezeichnete Sache als anstĂśĂig gilt oder negativ bewertet wird und deshalb durch einen unverfänglicheren Ausdruck umschrieben werden soll. â Beispiel:
⢠von uns gehen fĂźr âsterbenâ (siehe auch Euphemismus)
⢠weil ein abstrakter Begriff durch einen anschaulicheren Sachverhalt versinnbildlicht werden soll. â Beispiel:
⢠Zahn der Zeit
⢠weil diejenige sachliche Eigenschaft, auf der die Ăhnlichkeit beruht, besonders hervorgehoben werden soll. â Beispiel:
⢠der LÜwe von Mßnster fßr Clemens-August von Galen zur Betonung seiner kämpferischen Haltung im Widerstand gegen den Nationalsozialismus.
Obwohl Metaphern dieser Art bereits in Umgangssprache und nicht-literarischer Sprache eine wichtige Rolle spielen, ist der Einsatz gesuchter, auffälliger, einprägsamer und manchmal auch absichtsvoll rätselhafter oder dunkler Metaphern ein besonderes Merkmal literarisch kunstvoller und poetischer Sprache, durch das diese sich vom normalen Sprachgebrauch abhebt (siehe auch Literarizität).
Metapher bei Aristoteles
Ansätze zu einer Theorie der Metapher finden sich zuerst bei Aristoteles, in dessen Poetik und Rhetorik. In der Poetik verwendet er den Ausdruck Metapher in der ursprĂźnglichen, weiteren Bedeutung von âĂbertragungâ, die in der seither entwickelten rhetorischen Terminologie in etwa dem Bedeutungsspektrum von âTropusâ entspricht:
Eine Metapher ist die Ăbertragung eines Wortes (das somit in uneigentlicher Bedeutung verwendet wird), und zwar âentweder von der Gattung auf die Art, oder von der Art auf die Gattung, oder von einer Art auf eine andere oder nach den Regeln der Analogie.â (Poetik 21, 1457b7 ff. Ăbersetzung von M. Fuhrmanncite-ref-fp-8-0[8])
Diese vier Hauptarten, von denen die ersten beiden auf einer Beziehung zwischen Besonderem und Allgemeinem beruhen und insofern auch als Unterarten der Synekdoche eingestuft werden kÜnnen, werden von ihm noch näherhin durch Beispiele illustriert:
⢠Von der Art auf die Gattung: âzehntausend gute Dingeâ fĂźr âviele gute Dingeâ â der umgekehrte Fall, bei dem das Besondere fĂźr das Allgemeine steht.
⢠Von einer Art auf die andere: âMit dem Erz die Seele abschĂśpfendâ statt âabschneidendâ â AbschĂśpfen und Abschneiden sind Arten des Wegnehmens, es handelt sich also um eine Ăhnlichkeitsbeziehung und damit um eine Metapher im engeren Sinn.
⢠Nach den Regeln der Analogie: âAbend des Lebensâ fĂźr âAlterâ â zwischen Tag (a) und Abend (b) besteht die gleiche Beziehung wie zwischen Menschenleben (c) und Alter (d), also a:b = c:d, so dass das zweite Glied (b) der Analogie fĂźr das vierte (d) genommen und ebenso umgekehrt âAlter des Tagesâ gebildet werden kann. Es handelt sich auch hier um eine Beziehung der Ăhnlichkeit, also um eine Metapher im engeren Sinn.
Auch in der Rhetorik geht Aristoteles von der weiteren Bedeutung des Terminus Metapher aus und spricht von ihren vier Hauptarten, unter denen er die Analogie als die wichtigste hervorhebt (III, x, 7, 1411a). Er betont ihre besondere Eignung, das Gesagte âvor Augen zu fĂźhrenâ und durch Verwendung von Beseeltem fĂźr Unbeseeltes die Dinge in âWirksamkeitâ (energeia) zu vergegenwärtigen (III, xi, 1411b f.). Der Metapher eignet ein Moment der Täuschung und der Ăberraschung, der Abweichung von der Erwartung, zugleich ist sie aber auch Mittel des Witzes, der Erkenntnis und des Lernens, vergleichbar der Philosophie, die ebenfalls das Ăhnliche in weit auseinander liegenden Dingen erkennt (III, xi, 5ff., 1412a ff.). Aristoteles dehnt den Begriff der Metapher in der Rhetorik noch weiter aus, indem er auch den Vergleich darunter subsumiert (III, 4, 1406b f., Ăbersetzung von F. G. Sievekecite-ref-sr-9-0[9]):
âEs ist aber auch das Gleichnis eine Metapher; denn der Unterschied zwischen beiden ist nur gering. Wenn man nämlich (hinsichtlich des Achilleus) sagt: âWie ein LĂśwe stĂźrzte er auf ihnâ, so ist es ein Gleichnis; sagt man aber: âEin LĂśwe stĂźrzte auf ihnâ, dann ist es eine Metapher, weil beide nämlich tapfer sind, nannte man Achilleus in Ăźbertragenem Sinne einen LĂśwen.â
Die Einstufung des Vergleichs als Metapher (im weiteren Sinn) wurde in moderner Zeit nicht fortgesetzt, aber es ist Ăźblich geblieben, die Metapher zu beschreiben als einen impliziten Vergleich, ohne Vergleichsausdruck (âwieâ, âalsâ).
Linguistische Metapherntheorie
In der historischen Linguistik wird die Metapher als Bedeutungswandel, der auf Ăhnlichkeit beruht, gesehen. â Beispiel:
⢠Pferd (ursprßnglich nur ein Tier) fßr ein Sportgerät.
In der kognitiven Linguistik gelten Metaphern als eine der wesentlichen Strukturierungen des Denkens.cite-ref-10[10] Sie werden als âkonzeptuelle Metaphernâ beschrieben, die einen Quellbereich mit einem Zielbereich verbinden, zum Beispiel âDas Lebenâ (Zielbereich) âist eine Reiseâ (Quellbereich). Einem solchen Konzept lassen sich dann in der Regel bereits mehrere gängige metaphorische AusdrĂźcke zuordnen (âAm Beginn des Lebensâ, âLebenswegâ, âStolpersteineâ etc.). Metaphorische Kreativität ist demnach vor allem innerhalb der bestehenden Konzepte mĂśglich. Einen vergleichbaren Ansatz verfolgt Harald Weinrichcite-ref-wr-11-0[11] in der Untersuchung von âBildfeldernâ, denen jeweils ein âBildspenderbereichâ und ein âBildempfängerbereichâ zugeordnet sind.
Diese âkonzeptuellen Metaphernâ sind allerdings nicht immer neue Metaphern und uns als solche bewusst. Oft werden Ăźbliche (tote) Metaphern verwendet, auch wenn wĂśrtliche AusdrĂźcke zahlreich zur VerfĂźgung stehen. Anstatt zu sagen âEr war lieb zu mirâ, verwenden wir beispielsweise die metaphorische Variante âEr war sßà zu mirâ. Auch hier haben wir einen Quellbereich und einen Zielbereich. Ersteres ist aus der Domäne des Geschmacks (âsĂźĂâ), viele weitere Metaphern kommen aus Domänen der Sinneswahrnehmung. Um also etwas Emotionales (âlieb seinâ), also eine kĂśrperferne Erfahrung, darzustellen, nehmen wir eine kĂśrpernahe Erfahrung aus eben so einer Domäne und versprachlichen so unsere GefĂźhlswelt. Das Verwenden und Verstehen solcher Metaphern sowie die GrĂźnde der relativ häufigen Verwendung dieser sind ein recht aktuelles Forschungsthema in der Linguistik.cite-ref-12[12]
Die Interaktionstheorie (Black/Ivor Armstrong Richards), die als Vorläufer der kognitiven Metapherntheorie von Lakoff und Johnson gelten kann, sieht die Metapher als Zweiheit aus Tenor und Vehikel, wobei das Vehikel den Sinn des Tenors transportiert und so fßr den Rezipienten verstehbar macht.
Die pragmatisch orientierte Linguistikcite-ref-13[13] untersucht die Metapher demgegenĂźber nicht in ihrer konzeptuellen Funktionsweise, sondern in ihrer Funktion innerhalb einer durch Sprecher, ĂuĂerung und Empfänger bestimmten Kommunikationssituationcite-ref-14[14] und geht dabei von folgenden Annahmen aus:
1. Die Metapher ist Teil einer ĂuĂerung, untersucht wird ihre Stelle und Funktion im Kontext. Erkannt wird sie nicht aufgrund von Regeln, sondern kontextbezogen. Der kommunikative Sinn ergibt sich aus der ĂuĂerungssituation.
2. Die Metapher soll nicht auf ihr Wesen hin untersucht, sondern kann nur fĂźr den jeweils konkreten Zusammenhang erklärt werden. Ăber die Betrachtung des Metapherngebrauchs und deren Erklärung kommt man zur jeweiligen kontextbezogenen Bedeutung. Eine umfassende Beschreibung ist daher nicht mĂśglich.
3. Die Metapher lässt sich nicht durch einen eigentlichen Ausdruck ersetzen oder paraphrasieren.
4. Die Verwendung der Metapher liegt in einem Spannungsfeld zwischen Kreativität und Regelgeleitetheit. Die Metaphernbildung greift auf konventionelle Verwendungsweisen zurßck, die ursprßngliche Bedeutung bleibt im neuen Verwendungszusammenhang erhalten oder teilweise erhalten.
5. Das metaphorische Sprechen wird als kommunikatives Verfahren bewusst angewendet und enthält eine bewusste Doppeldeutigkeit. Durch den Interpretationsprozess, der entsteht, weil Inkongruenz zwischen Metapher und Kontext herrscht, findet Interaktion zwischen den Sprechern statt. Der auĂergewĂśhnliche Wortgebrauch stellt so eine sinnvolle und aufschlussreiche Abweichung dar.
Einen anderen Ansatz verfolgt Coenen (1931â2016) mit seiner These (2002)cite-ref-15[15] vom Analogieverhältnis der Metapher. Das Bilden von Metaphern wird bei ihm als motivierter Akt verstanden. Ein als Metapher verwendetes sprachliches Zeichen erscheint nicht in seiner Kernbedeutung (Denotation, von Coenen als âtheoretischer Anwendungsbereichâ bezeichnet), sondern mittels ihm eigener Konnotation (dem sog. âmetaphorischen theoretischen Anwendungsbereichâ). Dabei kommt es zu einem fĂźr den Rezipienten meist Ăźberraschenden Wechsel des Bildfeldes des sprachlichen Zeichens. Ein Bildfeld besteht nach Coenen aus einem Bildfeldbereich und dazugehĂśriger Positionsmenge. Zwei oder mehr voneinander verschiedene Bildfelder kĂśnnen mittels einer gemeinsamen Strukturformel (Analogiewurzel) verbunden werden. Eine Analogiewurzel ist dabei die Menge aller Beschreibungen, die eine Analogie begrĂźnden. Mittels dieser Strukturformel ist es mĂśglich, die Elemente der Positionsmengen der teilnehmenden Bildfelder paradigmatisch auszutauschen und zu einer neuen Metapher zusammenzusetzen.
Die Decodierung der Metapher erfolgt (sofern es sich nicht um eine âtote Metapherâ = lexikalisierte Metapher handelt) Ăźber die Konnotation ihrer sprachlichen Zeichen. Der Empfänger bedarf daher zur erfolgreichen Decodierung nicht nur des Wissens um die Kern-, sondern auch um die Randbedeutung eines sprachlichen Zeichens.
Psychologische Metapherntheorie
An die kognitiv-linguistische Beschäftigung mit Metaphern anschlieĂend hat sich auch in der Psychologie Interesse an Metaphern entwickelt. Zentral ist hier die Frage, wie es Menschen gelingt, Metaphern zu verstehen, anstatt sie wĂśrtlich zu interpretieren. Wie sie Metaphern produzieren, wird bislang kaum untersucht.cite-ref-16[16]
Zunächst wurde mit Linguistikcite-ref-17[17] und Philosophiecite-ref-18[18] vermutet, dass Menschen Metaphern erst wĂśrtlich interpretieren, diese Interpretation dann im Kontext prĂźfen und erst nach einer nicht-wĂśrtlichen (also metaphorischen) Interpretation suchen, falls die wĂśrtliche nicht sinnvoll ist. Nach dieser Vorstellung sind also drei kognitive Schritte notwendig, um Metaphern zu verstehen.cite-ref-19[19] Dies scheint aber nicht zu passierencite-ref-20[20]; insbesondere kann die wĂśrtliche Interpretation Ăźbersprungen werden. Erklärungen auf der Basis analogen Denkens vermuten, dass Metaphern verstanden werden, indem Ăhnlichkeiten von Beziehungen zwischen Ziel- und Quelldomäne identifiziert werden. Schon Aristoteles hat Metaphern so beschrieben, und die Fähigkeit, Analogien zu verstehen und zu bilden, scheint ein grundsätzlicher Bestandteil menschlichen Denkens und menschlicher Kreativität zu sein.cite-ref-21[21]cite-ref-22[22] Eine alternative Theorie sieht Metaphernverständnis primär als einen Kategorisierungsprozess an. Hier geht man davon aus, dass das Verstehen von Metaphern auf der direkten und gleichzeitigen Kategorisierung von Quell- und Zielkonzept beruht. Da das Quellkonzept das allgemeinere ist, ist das Verhältnis zwischen beiden allerdings asymmetrisch.cite-ref-23[23] Auch Kintschs computationale Metapherntheorie gehĂśrt zu dieser zweiten Gruppe.cite-ref-24[24] FĂźr sie spricht, dass viele Metaphern sehr schnell verstanden werden. Die von Bowdle und Gentner entwickelte Career-of-metaphor-Theorie kann die beiden Ansätze integrieren: Sie geht davon aus, dass Metaphern zunächst per Analogie, sobald sie â fĂźr diese Person aber â konventionell werden, durch Kategorisierung verstanden werden.cite-ref-25[25]cite-ref-26[26] Eine weitere Position, die vor allem aus der kognitiven Linguistik stammt, geht davon aus, dass Metaphern durch konzeptuelle Zuordnungen (âconceptual mappingsâ) verstanden werden. Diese Zuordnungen enthalten Strukturen und Eigenschaften von Quell- und Zieldomäne und bilden sie aufeinander ab.cite-ref-27[27] Solche StrukturĂźbertragungen kĂśnnen auf räumlichen (âniedergeschlagen seinâ), strukturellen (âTheoriegebäudeâ) und ontologischen Aspekten beruhen (âetwas vermittelnâ). Sie werden in der Forschung typischerweise als ist-Aussagen ausgedrĂźckt (z. B. Traurigkein ist unten, Theorien sind Gebäude, Kommunikation ist Ăbertragung). Eine neuere Form dieser Theorien bezieht sich auf den Ansatz der verkĂśrperten Kognition bzw. des Embodiment (âembodied cognitionâ). Metaphernverstehen basiert ihm zufolge darauf, dass leibliche Erfahrung bzw. sensomotorische Systeme im Gehirn aktiviert werden.cite-ref-28[28]cite-ref-29[29]
Eine weitere, teils psychologische Untersuchungslinie befasst sich mit den Auswirkungen bestimmter metaphorischer Verständnisse auf das Verhalten und Erleben von Menschen, beispielsweise in Bezug auf Lernencite-ref-30[30] oder Gesundheitcite-ref-31[31] (zum Beispiel Alkoholsucht und Abstinenzcite-ref-32[32]). Hier werden auch metaphorische Verständnisse professionellen Handelns untersucht, etwa von Psychotherapiecite-ref-33[33] oder anderen helfenden Berufencite-ref-34[34]. Die Idee dabei ist, dass diese metaphorische Konzepte das professionelle Handeln beeinflussen, selbst wenn sie sehr unauffällig und konventionell sind. Das konnte auch gezeigt werden: Auch vermeintlich tote Metaphern kÜnnen in Therapien eine Bedeutung entwickeln.cite-ref-35[35] Der Ansatz der Metaphern-Erweiterungcite-ref-36[36] ist eine neuere Methode, die fßr unerwßnschte Folgen von Metaphern vorgeschlagen wurde, wie z. B. den häufigen Vergleich von Krebs mit einem Kampf, der die unerwßnschte Implikation hat, dass eine Person mit Krebs im Endstadium nicht genug gekämpft hat.cite-ref-37[37] Durch Metaphern-Erweiterung wird die Bedeutung von Metaphern verschoben, indem weniger offensichtliche Implikationen explizit gemacht werden.
Metaphernarten (Auswahl)
Eine systematische Unterscheidung von Unterarten der Metapher gibt es nicht. Mit Attributen wie âdunkelâ oder âkĂźhnâ werden jedoch Eigenschaften von Metaphern beschrieben, die nicht jeder Metapher in gleichem MaĂe eigen sind, und von denen mehrere Eigenschaften auch bei ein und derselben Metapher gegeben sein kĂśnnen:
⢠Anthropomorphismus, Personifikation â sind Metaphernarten, die nicht-menschliche Dinge mit menschlichen Attributen versehen (Anthropomorphismus) bzw. ihnen generell menschliche WesenszĂźge verleihen (Personifikation). Beispiel: Die Sonne lacht, der Winter geht.
⢠Tote Metaphern â deren metaphorischer Charakter nicht mehr bewusst ist, z. B. Tischbein, Handschuh (ähnlich: Verblasste Metaphern; Gegenbegriff: lebende Metaphern).
⢠Lexikalisierte Metaphern â tote Metaphern, die als Zweitbedeutung in den Wortschatz eingegangen sind. Beispiel: Schloss (Burg, die ein Tal âabschlieĂtâ); Strom (âFlussâ elektrischer Ladungsträger).
⢠Stehende Metaphern, die sich in vergleichbaren Zusammenhängen immer wieder finden, vgl. Topos und Redewendung.
⢠Dunkle Metaphern â beruhen auf besonders schwer erkennbaren, âweit hergeholtenâ ĂhnlichkeitsbezĂźgen und erfordern eine besondere gedankliche Leistung des Interpreten, vgl. Concetto.
⢠KĂźhne Metaphern â verknĂźpfen zwei Wirklichkeitsbereiche miteinander, die herkĂśmmlich als unvereinbar angesehen werden, z. B. sexuelle Metaphorik in mystisch-religiĂśser Dichtung, oder computertechnische Metaphorik in moderner Liebeslyrik.
⢠Euphemistische Metaphern â ersetzen einen tabuisierten oder mit negativen Vorstellungen behafteten Ausdruck (z. B. Heimgang fĂźr âSterbenâ).
In der Literaturwissenschaft zur Literatur der Moderne findet sich vielfach auch der Begriff der âabsoluten Metapherâ, worunter dann Ăźblicherweise eine Metapher gemeint ist, die nicht nur â wie die âdunkle Metapherâ â dem Verständnis besondere Schwierigkeit entgegensetzt oder â wie jede Metapher â nicht ohne Bedeutungs- oder Wirkungsverlust in begriffliche Rede Ăźbertragen werden kann, sondern gerade um dieser UnĂźbertragbarkeit willen gewählt wird. Das Vorliegen einer absoluten Metapher in diesem Sinn ist darum weniger an ihren Eigenschaften als an dem poetologischen Kontext ihres Auftretens bestimmbar.
In der âMetaphorologieâ von Hans Blumenberg gelten darĂźber hinaus auch etablierte Metaphern philosophischer oder wissenschaftlicher Diskurse als âabsolute Metaphernâ, sofern ihnen eine unmittelbar einleuchtende Bedeutung eigen ist, die sich anders als metaphorisch nicht oder noch nicht aussagen lässt.
Tiermetaphern
Eine Tiermetapher Ăźberträgt einen tatsächlichen oder stereotypen Bedeutungszusammenhang aus dem Tierreich in einen anderen, oft menschenbezogenen Bereich. Je nach Zeit, Gesellschaft und Kulturkreis wird die Bedeutung unterschiedlich ausgelegt. Tiermetaphern dienen meist der Abwertung durch Entmenschlichung â seltener auch der Aufwertung. Sie werden insbesondere zur Konstruktion und Festschreibung von Feindbildern genutzt, das wird dann als Dysphemismus bezeichnet. Die hohe Wirksamkeit von Tiermetaphern zeigt die Macht sozialer Stereotype.cite-ref-38[38]cite-ref-39[39]cite-ref-40[40]cite-ref-41[41]cite-ref-42[42]
Beispiele abwertender, entmenschlichender Tiermetaphern fĂźr Menschen:
⢠Bullenschwein: Dysphemismus fßr Polizisten
⢠giftiges Natterngezßcht, Natternbrut, Schlangenbrut: Abwertung von Menschen mit dem biblischen Bild der Schlange als unehrlich, falsch, heimtßckisch
⢠Judensau: antisemitisch motivierte Abwertung von Menschen als unrein und minderwertig
⢠Heuschrecken: Dysphemismus fßr Investoren
⢠Aasgeier â eine raffgierige, teilweise skrupellose und meist unmoralische oder unethisch handelnde Person
⢠Bordsteinschwalbe â Prostituierte
⢠Rabenmutter â Eltern, die ihre Kinder vernachlässigen
⢠Schlange â durchtriebene, hinterlistige und arglistige Person
⢠Täubchen â hĂźbsches, unbescholtenes, naives Mädchen
Sportmetaphern
â
Hauptartikel
:
Sportmetapher
Unter Sportmetaphern werden bildliche Ausdrucksweisen der Umgangs- und Fachsprachen verstanden, die ihren Ausgangspunkt im Sportbereich haben.cite-ref-43[43] Die äuĂerst bildbetonte Sportsprache trägt mit ihren anschaulichen Redewendungen wesentlich zur Dynamisierung und VerjĂźngung der Sprachgebung bei und wirkt damit laut Siegbert Warwitz einem Austrocknen in abstrakter Begrifflichkeit entgegen.cite-ref-44[44]
Beispiele redensartlicher Metaphern
⢠Augenweide â eine SchĂśnheit meist weiblichen Geschlechts
⢠BleiwĂźste â endlos langer ungegliederter Text
⢠Brummbär â griesgrämige, cholerische Person
⢠Das Recht mit FĂźĂen treten â Das Recht verletzen oder gering schätzen
⢠Den Nagel auf den Kopf treffen â Einen Sachverhalt unter genau dem Gesichtspunkt ansprechen, auf den es ankommt
⢠Dickschädel â eine unnachgiebige Haltung an den Tag legen
⢠Die Kuh vom Eis kriegen â Ein Problem lĂśsen
⢠Die Nadel im Heuhaufen suchen â Eine von vornherein aussichtslose Suche
⢠DrehtĂźr-Effekt â Schneller Wechsel zwischen zwei Zuständen
⢠Ein Fass aufmachen â Etwas zur Sprache bringen oder zum Thema machen, oder etwas Neues in Angriff nehmen
⢠Erklärbär â wiederholendes Erläutern immer gleicher Sachverhalte
⢠Fahrstuhlmannschaft â Steigt häufig auf, aber auch wieder ab
⢠FrĂźchtchen â freches Kind
⢠Fuchs â listige Person
⢠Geistesblitz â zĂźndende Idee
⢠Gläserne Decke â Frauenkarrierebenachteiligung
⢠GoldstĂźck â geschätzte Person
⢠HeiĂsporn â kompulsive, impulsive Person
⢠Jemandem auf den Zahn fĂźhlen â Unangenehme Fragen stellen
⢠Jemandem das Herz brechen â Jemandes LebensglĂźck zerstĂśren, unglĂźcklich machen
⢠Jemanden in den Himmel loben â Jemandem Ăźbertrieben hohes Lob aussprechen
⢠Jemandem nicht das Wasser reichen kĂśnnen â Jemandem an Fähigkeiten, Leistungen nicht annähernd gleichkommen
⢠Kaderschmiede â Bildungseinrichtung fĂźr zukĂźnftige Kader, FĂźhrungseliten
⢠Karre â Automobil
⢠Korinthenkacker â Jemand, der sich mit unwesentlichen Kleinigkeiten und Details beschäftigt
⢠KriegsmĂźdigkeit â Geringe Bereitschaft, einen Krieg fortzusetzen (daran teilzunehmen)
⢠Leeres Stroh dreschen â Inhaltslos reden
⢠Leuchte â kluge, gewiefte Person
⢠Mauer des Schweigens â Ablehnendes Schweigen
⢠MauerblĂźmchen â vom jeweils anderen Geschlecht nur wenig beachtete Person
⢠Nägel mit KĂśpfen machen â endlich eine Sache oder Angelegenheit zu Ende bringen
⢠Nussschale â kleines Boot
⢠Pyrrhussieg â Zu teuer erkaufter Erfolg
⢠Rosarote Brille â Positive Selektive Wahrnehmung
⢠Schatz â zumeist eine geliebte Person
⢠Schiff â geräumiges, ausladendes Automobil bzw. Vehikel
⢠Sternstunde â Entscheidungen, Taten oder Ereignisse von schicksalhafter Tragweite
⢠Strohfeuer â VorĂźbergehend starkes Engagement
⢠Theatrum mundi (Welttheater) â Die Eitelkeit und Nichtigkeit der Welt
⢠Turteltauben â in der Ăffentlichkeit sich verliebt zeigendes Paar
⢠Unsichtbare Hand â Selbstregulierung (z. B. des Marktes)
⢠Vogel â Flugzeug
⢠Wiege der Menschheit â Region der Hominisation
⢠Wink mit dem Zaunpfahl â deutlicher Hinweis auf einen Sachverhalt
⢠Zahlenfriedhof â UnĂźbersichtliche Ansammlung von Zahlen oder Berechnungen
Weitere Beispiele in Liste deutscher Redewendungen.
Metaphernanalyse
Mithilfe der Analyse von Metaphern kÜnnen Habitus, implizites Wissen, soziale Repräsentationen und Diskurse offengelegt und verglichen werden.cite-ref-schmitt2017-45-0[45]
Sozialwissenschaften
In den Sozialwissenschaften ist die systematische Metaphernanalyse eine Methode der qualitativen Forschung. Sie kann auf unterschiedlichen Theorien basieren â beispielsweise in der Linguistik mithilfe der linguistischen Metapherntheoriecite-ref-schmitt2017-45-1[45] oder in der Kommunikationswissenschaft mithilfe der Framingtheorie.cite-ref-46[46]
Ziel der sozialwissenschaftlichen und kommunikationstheoretischen Metaphernforschung ist die Untersuchung der Prägung von kollektiven Denk- und Deutungsmustern, Leitbildern, Ideologien, Sinngebungsprozessen und Handlungsorientierungen bzw. der Beeinflussung von Individuen durch solche Muster. Die Soziologie anerkennt dabei zunehmend die wirklichkeitskonstitutive Rolle von Metaphern.
Ăber die systematische Metaphernanalyse kĂśnnen verlässliche Verallgemeinerungen zu derartigen Sinnzusammenhängen gewonnen werden. Dabei werden viele einzelne, gleichsinnige Metaphern zu einem metaphorischen Konzept zusammengefasst und alle zusammen â also nicht nur auffällige Metaphern â untersucht. Durch die Untersuchung der Kontexte beleuchtet die Analyse das gesamte konzeptuelle System eines Sprechers, einer Gruppe oder eines Phänomens und berĂźcksichtigt auch dessen kulturellen Kontext.cite-ref-47[47]
In der frĂźhen soziologischen Theoriebildung dominierten Metaphern des Organismus, heute sind es technische Metaphern und solche aus der Welt der Netzwerke und Systeme. Darin zeigen sich Parallelen zur psychologischen Forschung (siehe unten).
Psychologie und Psychotherapie
In der Psychologie werden Metaphern genutzt, um neue Sachverhalte zu beschreiben oder andere Sachverhalte drastisch zu charakterisieren. Sie erleichtern es darĂźber hinaus Unbekanntes durch Bekanntes darzustellen. Sie helfen tabuisierte und anstĂśĂige Themen auf eine âverhĂźllende Weiseâ anzusprechen.cite-ref-48[48]
Metaphern werden in vielen psychotherapeutischen Therapierichtungen aktiv als gestalterisches Stilmittel eingesetzt.
In der Hypnotherapie nach Milton H. Erickson werden Metaphern genutzt, um hypnotische Trancezustände bei Klienten zu induzieren.cite-ref-49[49] Hierdurch soll ihnen ein vor- und unterbewusster Zugang zur Bearbeitung ihrer Anliegen ermÜglicht werden.
In der systemischen Therapie stellt die Verwendung von Metaphern eine zentrale Technik dar.cite-ref-50[50]cite-ref-51[51] Oft wird die therapeutische Verwendung von Metaphern mit dem Erzählen (therapeutischer) Geschichten nahezu gleichgesetzt.cite-ref-52[52]cite-ref-53[53] In einer umfassenderen Sichtweise der Verwendung von Metaphern in Therapie und Beratungcite-ref-54[54] fallen hierunter auch das Aufgreifen von Redewendungen, SprichwÜrtern und Zitaten, das Herstellen von Bildern, die Verwendung von Bildkarten und Symbolwßrfeln, der Einsatz von Figurenaufstellungen sowie komplexe Methoden wie die Systemische Heldenreise.cite-ref-55[55]
Dedre Gentner und Jonathan Grudin zeigten mittels einer Analyse von Ausgaben der Psychological Review seit 1894, dass sich der Gebrauch von Metaphern auch in der psychologischen Forschung stark verändert hat. Wurden anfangs vor allem räumliche Metaphern und solche aus dem Bereich der Lebewesen benutzt, stehen heute systemische, mathematische und physikalische Metaphern im Vordergrund. Während in der Mitte des Untersuchungszeitraums (1935â1955) der Metapherngebrauch abnahm, nahm er zuletzt wieder deutlich zu, was die konzeptionellen Veränderungen der Theorie des Bewusstseins in dieser Zeit anzeigt.cite-ref-56[56]
Siehe auch
Literatur
Zur ErschlieĂung der Ăźberaus umfangreichen Literatur sind besonders PĂśschl 1964, Shibles 1971, van Noppen u. a. 1985/1990, die Arbeit von Rolf 2005 und der Sammelband von Haverkamp 1996 geeignet, siehe auĂerdem die Literaturhinweise zur Metaphorologie in der Philosophiebibliographie des Portals Philosophie.
⢠Bernhard Asmuth: Metapher. In: Literaturwissenschaftliches Lexikon. Grundbegriffe der Germanistik, hrsg. von Horst Brunner und Rainer Moritz, Erich Schmidt, Berlin 1997, S. 219â222, ISBN 3-503-03745-4 (2. Aufl. 2006).
⢠Gßnter Bader: Melancholie und Metapher. Eine Skizze. Tßbingen 1990.
⢠Max Black (Hrsg.): Models and Metaphors. Cornell University Press, Ithaca, NY 1962.
⢠Wolfgang Bergem, Lothar Bluhm, Friedhelm Marx (Hrsg.): Metapher und Modell. Ein Wuppertaler Kolloquium zu literarischen und wissenschaftlichen Formen der Wirklichkeitskonstruktion. Wissenschaftlicher Verlag, Trier 1996, ISBN 3-88476-192-7.
⢠Hans Blumenberg: Paradigmen zu einer Metaphorologie. Bouvier, Bonn 1960. (Neuausgabe: (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. 1301). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-518-28901-2)
⢠D. E. Cooper: Metaphor. Oxford 1986.
⢠Donald Davidson: Was Metaphern bedeuten (1978). [Abschnitt: Grenzen des Buchstäblichen.] In: Wahrheit und Interpretation. Suhrkamp, 1986, ISBN 3-518-06040-6, S. 343â371.
⢠Thomas Eder, Franz Josef Czernin (Hrsg.): Zur Metapher. Die Metapher in Philosophie, Wissenschaft und Literatur. Wilhelm Fink Verlag, Mßnchen/Paderborn 2007, ISBN 978-3-7705-4214-7.
⢠H. Emonds: Metaphernkommunikation. Zur Theorie des Verstehens von metaphorisch verwendeten Ausdrßcken der Sprache (= GÜppinger Arbeiten zur Germanistik. Band 454). Kßmmerle Verlag, GÜppingen 1986, ISBN 3-87452-689-5.
⢠Bernd Enders, JĂźrgen Oberschmidt, Gerhard Schmitt (Hrsg.): Die Metapher als âşMediumâš des Musikverstehens. Wissenschaftliches Symposium, 17. Juni â 19. Juni 2011, Universität OsnabrĂźck. epOs-Music, OsnabrĂźck 2013, ISBN 978-3-940255-38-9.
⢠Milton H. Erickson, E. L. Rossi: Hypnotherapie: Aufbau â Beispiele â Forschungen. Pfeiffer, MĂźnchen 1999, ISBN 3-608-89672-4.
⢠Robert J. Fogelin: Figuratively Speaking. Yale University Press, New Haven, CT 1988.
⢠Stefan Gottschling: Lexikon der Wortwelten. SGV-Verlag, Augsburg 2008, ISBN 978-3-9811027-3-4.
⢠S. Hammel: Handbuch des therapeutischen Erzählens: Geschichten und Metaphern in Psychotherapie, Kinder- und Familientherapie, Heilkunde, Coaching und Supervision. Klett-Cotta. Stuttgart 2009, ISBN 978-3-608-89081-5.
⢠Anselm Haverkamp (Hrsg.): Theorie der Metapher, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1996.
⢠Anselm Haverkamp (Hrsg.): Die paradoxe Metapher. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1998.
⢠Jaakko Hintikka (Hrsg.): Aspects of Metaphor. Kluwer Academic, Dordrecht 1994.
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⢠M. Johnson (Hrsg.): Philosophical Perspectives on Metaphor. University of Minnesota Press, Minneapolis 1981.
⢠Ralf Konersmann (Hrsg.): WÜrterbuch der philosophischen Metaphern. 2. Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2008, ISBN 978-3-534-18820-8.
⢠Ulrich Krewitt: Metapher und tropische Rede in der Auffassung des Mittelalters. (= Beihefte zum Mittellateinischen Jahrbuch. 7). Henn, Ratingen / Kastellaun / Wuppertal 1971.
⢠Gerhard Kurz: Metapher, Allegorie, Symbol. (= Kleine Vandenhoeck-Reihe. 1486). Vandenhoeck & Ruprecht, GÜttingen 1982, ISBN 3-525-33476-1.
⢠James Lawley; Penny Tompkins: Metaphors in Mind, Transformation Through Symbolic Modelling. The Developing Company Press, London 2012, ISBN 978-0953875108
⢠George Lakoff, M. Johnson: Metaphors We Live By. University of Chicago Press, Chicago 1980.
⢠C. H. Langton, S. R. Langton: Geschichten mit Zauberkraft: Die Arbeit mit Metaphern in der Psychotherapie. Klett-Cotta, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-608-89673-2.
⢠S. R. Levin: The Semantics of Metaphor. Johns Hopkins University Press, Baltimore 1977.
⢠Holger Lindemann: Die groĂe Metaphern-Schatzkiste. Systemisch Arbeiten mit Sprachbildern. Band 1: Grundlagen und Methoden. Vandenhoeck & Ruprecht, GĂśttingen 2016, ISBN 978-3-525-40275-7.
⢠Holger Lindemann: Die groĂe Metaphern-Schatzkiste. Systemisch Arbeiten mit Sprachbildern. Band 2: Die Systemische Heldenreise. Vandenhoeck & Ruprecht, GĂśttingen 2016, ISBN 978-3-525-40264-1.
⢠Regina Mahlmann: Sprachbilder, Metaphern & Co. Beltz Verlag, Weinheim 2010, ISBN 978-3-407-36487-6.
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⢠Paul RicĹur: Die lebendige Metapher. MĂźnchen 1986, ISBN 3-7705-2349-0.
⢠Eckard Rolf: Metaphertheorien. Typologie â Darstellung â Bibliographie. de Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-018331-5.
⢠Sheldon Sacks (Hrsg.): On Metaphor. University of Chicago Press, Chicago 1979.
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⢠Helge Skirl, Monika Schwarz-Friesel: Metapher (= Kurze Einfßhrungen in die germanistische Linguistik. Band 4). Winter, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-8253-5306-3.
⢠Wendy Sullivan, Judy Rees: Clean Language, Revealing Metaphors and Opening Minds. Crown House Publishing, Carmarthenm 2008, ISBN 978-1845901257
⢠Bernhard H.F. Taureck: Metaphern und Gleichnisse in der Philosophie. Versuch einer kritischen Ikonologie der Philosophie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-518-29266-8.
⢠Bernd Wahlbrinck: Tote Metaphern leben länger. Mit einer Anleitung zur Wiederbelebung derselben. Tumbelwied, 2018, ISBN 978-3-00-061506-1.
⢠RenĂŠ Wellek, Austin Warren: Theorie der Literatur. Athenäum Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1972, ISBN 3-8072-2005-4, S. 198â228.
⢠Harald Weinrich: Art. Metapher. In: Historisches WĂśrterbuch der Philosophie. Band 5, S. 1179â1186.
Weblinks
Commons
: Metaphors
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Metapher
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Wikiquote: Metapher
â Zitate
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⢠metaphorik.de â Das Onlinejournal zur Metaphorik in Sprache, Literatur und Medien
⢠Art. Metapher. In: Meyers GroĂes Konversations-Lexikon. Band 13, Leipzig 1908, S. 690â691, am Seitenende weitere Artikel aus älteren Enzyklopädien bei zeno.org
⢠Martin H. Eick: Eine sprachanalytische Theorie der Metapher
⢠Frederick FerrÊ: Metaphor in Religious Discourse im Dictionary of the History of Ideas
⢠Justo Fernåndez López (Hrsg.): Metapher. In: Lexikon der Linguistik und Nachbardisziplinen. Institut fßr Romanistik, Innsbruck (Zusammenstellung von Textauszßgen)
⢠Stephen C. Pepper: Metaphor in Philosophy im Dictionary of the History of Ideas
⢠Daniela Pirazzini: Bibliographie zur Metaphernforschung. Abteilung fßr Romanistik, Bonn
⢠Monika Schmitz-Emans: Metapher. (Memento vom 25. Februar 2013 im Internet Archive) In: Basislexikon Literaturwissenschaft. Bochum.
⢠Ulrike Zeuch: Tagungsbericht Tropen und Metaphern im wissenschaftlichen Diskurs im Bereich der Geisteswissenschaften des 18. Jahrhunderts. 8.â10. Oktober 2009, Bergamo. In: H-Soz-u-Kult. 9. März 2010.
⢠Metapher im Fachlexikon der Kinder- und Jugendmedien
Einzelnachweise
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cite-note-duden1-22. â Duden | Bildsprache | Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Synonyme, Herkunft. In: duden.de. Abgerufen am 7. Dezember 2016.
cite-note-33. â Ruben Zimmermann: Bildworte / Bildreden / Bildersprache (NT). Deutsche Bibelgesellschaft. Erstellt: Oktober 2012, auf die-bibel.de[1]
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cite-note-55. â Metapher. In: Uwe SpĂśrl: Basislexikon Literaturwissenschaft. SchĂśningh Verlag, Paderborn u. a. 2004, ISBN 3-506-99003-9, S. 97 f. und Katrin Kohl: Tropik. In: Gerhard Lauer, Christine Ruhrberg (Hrsg.): Lexikon Literaturwissenschaft ¡ Hundert Grundbegriffe. Philipp Reclam jun. Verlag, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-15-010810-9, S. 338. Siehe auch eingehend die Darstellung bei RenĂŠ Wellek, Austin Warren: Theorie der Literatur. Athenäum Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1972, ISBN 3-8072-2005-4, S. 199 ff.
cite-note-66. â Metapher. In: Heike Gfrereis (Hrsg.): Grundbegriffe der Literaturwissenschaft. Metzler Verlag, Stuttgart / Weimar 1999, ISBN 3-476-10320-X, S. 124 f.
cite-note-77. â Dietmar Peil: Metapher. In: Ansgar NĂźnning (Hrsg.): Grundbegriffe der Literaturtheorie. Metzler Verlag, Stuttgart / Weimar 2004, ISBN 3-476-10347-1, S. 176. In ähnlicher Weise wird der Begriff der Metapher in dem weiteren Sinne der Bildhaftigkeit auch bei RenĂŠ Wellek, Austin Warren: Theorie der Literatur. Athenäum Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1972, ISBN 3-8072-2005-4, S. 199 ff., definiert.
cite-note-fp-88. â Manfred Fuhrmann: Aristoteles: Poetik. Griechisch / Deutsch. (= Universal-Bibliothek. 7828). 2. bibliogr. erg. Ausgabe. Reclam, Stuttgart 2001, ISBN 3-15-007828-8.
cite-note-sr-99. â Franz G. Sieveke: Aristoteles, Rhetorik. Fink, MĂźnchen 1980, ISBN 3-7705-0788-6, S. 176.
cite-note-1010. â George Lakoff, Mark Johnson: Metaphors We Live By. Chicago University Press, Amsterdam/Philadelphia 1980, ISBN 0-226-46800-3.
cite-note-wr-1111. â Harald Weinrich: Semantik der kĂźhnen Metapher. In: DVjs. 37, 1963, S. 325â344.
cite-note-1212. â Vgl. Francesca M. M. Citron, Adele E. Goldberg: Metaphorical sentences are more emotionally engaging than their literal counterparts. In: Journal of Cognitive Neuroscience. Volume 26, Issue 11, November 2014, S. 2585â2595. Siehe auch George Lakoff und Mark Johnson: Metaphors we live by. University of Chicago Press 1980, ISBN 978-0-226-46801-3, insbes. S. 4 ff. und 139 ff. Vgl. ebenso Zoltan Kovecses: Metaphor: A Practical Introduction. Oxford University Press, USA; 2. rev. Auflage März 2010, ISBN 978-0-19-537494-0, Preface to the First Edition, S. X ff., Preface to the Second Edition, S. VII f. und S. 195â214.
cite-note-1313. â Werner KĂźgler: Zur Pragmatik der Metapher: Metaphernmodelle und historische Paradigmen. (= Europäische Hochschulschriften. Band 89, Reihe 13). Peter Lang, Frankfurt am Main 1984, ISBN 3-8204-8008-0.
cite-note-1414. â Vgl. auch H. Emonds: Metaphernkommunikation. [âŚ]. 1986.
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cite-note-5454. â Holger Lindemann: Die groĂe Metaphern-Schatzkiste. Systemisch Arbeiten mit Sprachbildern. Band 1: Grundlagen und Methoden. Vandenhoeck & Ruprecht, GĂśttingen 2016, ISBN 978-3-525-40275-7.
cite-note-5555. â Holger Lindemann: Die groĂe Metaphern-Schatzkiste. Systemisch Arbeiten mit Sprachbildern. Band 2: Die Systemische Heldenreise. Vandenhoeck & Ruprecht, GĂśttingen 2016, ISBN 978-3-525-40264-1.
cite-note-5656. â Dedre Gentner, Jonathan Grudin: The evolution of mental metaphors in psychology: A 90-year retrospective. American Psychologist, Vol. 40, Nr. 2, S. 181â192.